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27.09.2006

DORMA: Umsatz wächst kräftig – Ergebnis steigt überproportional

Starkes Wachstum in Übersee sichert Arbeitsplätze in Deutschland

Düsseldorf/Ennepetal. Das von weltweit sehr unterschiedlichen Märkten geprägte Geschäftsjahr 2005/06 (30.06.) hat die DORMA Gruppe mit einer kräftigen Umsatzsteigerung von 9,6 Prozent auf 767 Mio. Euro (Vorjahr: 700 Mio. Euro) abgeschlossen. Das Umsatzwachstum wurde durch Akquisitionen in Höhe von 25,5 Mio. Euro oder 3,6 Prozent sowie durch Währungseffekte von 13,2 Mio. Euro oder 1,9 Prozent positiv beeinflusst. Erfreuliches konnte DORMA CEO Dr. Michael Schädlich im Rahmen der Bilanzpressekonferenz auch von der Ertragssituation berichten. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg um 19,5 Prozent und damit doppelt so stark wie der Umsatz auf nunmehr 49,6 Mio. Euro. „Sondereffekte in Höhe von 6,1 Mio. Euro und Währungseffekte von 5,3 Mio. Euro haben das Ergebnis gedrückt, so dass ein vergleichbares EBT ohne diese Effekte von 61 Mio. Euro darzustellen wäre – eine Umsatzrendite von 8%“, erklärte der DORMA Geschäftsführer. Durch einen Umsatzsprung im weltweiten Geschäft mit Glasbeschlägen nimmt DORMA darüber hinaus nun auch in diesem Geschäftsfeld die Position des Weltmarktführers ein.

Wachstum im Ausland sichert Arbeitsplätze in Deutschland
Zwar mehren sich seit dem Frühjahr 2006 die Anzeichen für eine Trendwende im deutschen Baumarkt. Aufgrund des Verzögerungseffektes zwischen Auftragseingang und Innenausstattung wirkt sich dies jedoch bei Großprojekten für DORMA erst ein bis zwei Jahre später aus. Daher konnte DORMA in Zentraleuropa mit seinem Kernmarkt Deutschland lediglich um 1,5 Prozent zulegen. Einmal mehr war das Ausland mit einem Umsatzanteil von mittlerweile rund
74 Prozent Träger des Wachstums. Deutlich zweistellig entwickelten sich die Regionen Emerging Markets, Australien, die Golfstaaten und Nordamerika. Weltweit waren zum Ende des Geschäftsjahres 6.245 Mitarbeiter in der DORMA Gruppe beschäftigt. Dabei gelingt es dem Unternehmen, die Anzahl der Mitarbeiter im Inland stabil bei rund 2.600 Mitarbeitern zu halten. Dr. Schädlich: „An dieser Stelle möchte ich betonen, dass wir in Deutschland noch rund 26 Prozent unseres Gesamtumsatzes erzielen, aber rund 42 Prozent des Gesamt-personals beschäftigen“. Nach Aussage von DORMA Inhaber Karl-Rudolf Mankel zeigt dies deutlich, „dass unser anhaltend starkes Wachstum in Übersee Arbeitsplätze in Deutschland sichert“.

Herausforderungen und aktive Zukunftssicherung
Hohe Kosten und sich verändernde Märkte bei sinkenden Margen erfordern in steigendem Maße wirksame Programme zur nachhaltigen Effizienzsteigerung. Dr. Schädlich: „Im vergangenen Jahr haben wir den gesamten Vertrieb in Deutschland geografisch reorganisiert und neu aufgestellt. Durch die Schaffung identischer Vertriebsgebiete in jeder Division erwarten wir eine wesentlich bessere und effizientere Zusammenarbeit der Verkäufer der verschiedenen Divisionen vor Ort“. Am DORMA Stammsitz Ennepetal ist das ‚Premium‘-Projekt zur Zukunftssicherung des Standortes planmäßig weiterentwickelt worden. Die Restrukturierung und der Umzug der Automatic-Produktion sind abgeschlossen. Das Regionale Logistik Center (RLC) wurde in einer gewaltigen Umzugsaktion nach Wuppertal zwischen Weihnachten 2005 und Neujahr planmäßig in Betrieb genommen.
Bereits heute ist abzusehen, dass die neue Trennwandfamilie MOVEO den Markt der beweglichen Wände revolutionieren wird. „Der Weg war lang und wir haben im Laufe des Geschäftsjahres die gesamte Fertigungshalle in Ocholt komplett umgebaut“, so der DORMA CEO. Dadurch sei es zu einem gänzlichen Produktionsstopp von Dezember 2005 bis Mitte März 2006 gekommen. „Seit März/April liefern wir die neuen Systeme aus. Wir sind der Überzeugung, dass sich der Aufwand gelohnt hat und MOVEO technisch wie kommerziell ein Erfolg für die DORMA Gruppe werden wird“, erklärte Dr. Schädlich. Viele Ressourcen in der Division Türtechnik seien in Ennepetal mit der Vorbereitung und dem Bau-beginn einer neuen Fertigungsstätte in China gebunden gewesen. „In diesem Werk werden wir zunächst vorwiegend für den chinesischen und japanischen Markt fertigen, aber auch künftig die Möglichkeit haben, mit Produkten im unteren Preissegment weltweit wettbewerbsfähige Alternativen anbieten zu können“, betonte der Geschäftsführer. Darüber hinaus hat DORMA im Berichtsjahr eine neue Vertriebs- und Produktionsstätte in Sofia, Bulgarien, fertiggestellt, eine weitere Fertigungsstätte wird in Dubai gebaut.

DORMA ist bestens gerüstet auf einem guten Weg
Chancen sieht der DORMA CEO vor allem in den Boom-Regionen der Weltwirtschaft, langfristig auch im japanischen Markt. Zudem zeigt er sich hinsichtlich des Erfolges eigener Produktinnovationen zuversichtlich. Als Risikofaktoren sieht DORMA insbesondere die asiatischen Wettbewerber und hohe Materialkosten.
Das Geschäftsjahr 06/07 sei zufriedenstellend angelaufen. Nötige Restrukturierungsprojekte sind gestartet und greifen. „Wir glauben, dass wir auch 2006/07 die Messlatte wieder ein wenig höher legen können. Nach all dem, was wir heute absehen können, gehen wir weiterhin von einem stabilen organischen Wachstum in der Größenordnung von 4 bis 6% aus“, prognostiziert Dr. Schädlich.


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Karl-Rudolf Mankel - Inhaber DORMA Gruppe

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Dr. Michael Schädlich - Geschäftsführer DORMA Gruppe

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