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26.000 m2 botanische Gärten unter riesigen biomorphen Bubbles
Schauplatz ist eine stillgelegte Tongrube für Porzellanerde in Cornwall. Hier wurde eines der anspruchsvollsten Projekte im Rahmen der Millennium-Begeisterung realisiert: der Bau der größten Treibhausanlage der Welt.
Das Eden lässt den Besucher die globale Bio-Vielfalt und die Bedeutung der Pflanzenwelt für den Menschen erleben. Bäume und Pflanzen aus warmen mediterranen Regionen und aus den feuchtwarmen Tropen sind in den Treibhäusern eingeschlossen, während die umgebende Landschaft die kühler temperierten Zonen repräsentiert.
Nicholas Grimshaw Architects entwarfen zwei riesige Cluster geodätischer Dome, die so genannten Biome. Mit einem Minimum an Oberfläche umhüllen sie ein Maximum an Volumen. Die bis zu 60 m hohen Strukturen wurden aus galvanisierten Stahlrohren errichtet. "Verglast" wurde die Konstruktion mit luftgefüllten Kissen aus ETFE-Folie (Äthyltetrafluoräthylen). Der transparente Werkstoff ist 10-mal leichter als Glas. Durch die hexagonale Grundstruktur konnten die Biome in die unterschiedliche Topographie des Geländes organisch eingepasst werden, ohne dass umfangreiche Sprengarbeiten zur Glättung des teilweise felsigen Grundes durchgeführt werden mussten. Außerdem konnte man dadurch die Felsen der Umgebung als Wärmespeicher in das Energiekonzept integrieren.
Die endgültige Form der Biome entwickelte das Ingenieurbüro Arup. Die herkömmliche Logik der Statik - Stütze und Balken - kam nicht zum Tragen:
Computergestützte Modelle auf CFDBasis (computational fluid dynamics) bestimmten das Design. Ein Stück Poesie der Geometrie.
Ausgangspunkt für die Tour durch die Pflanzenwelt ist das Visitors’ Centre. Auch dieses Gebäude passt sich der Natur an. Organisch duckt es sich als flaches begrüntes Gewölbe in die Umgebung.
Synergie zwischen Architektur und Natur ist der Leitgedanke für die Gesamtkomposition des Eden.
Auftragsmerkmale
Das imposante Ensemble von Architektur und Natur entwickelte sich - praktisch aus dem Stand - zu einem unvorhersehbaren Publikumsmagneten.
Haskoll Architects und DORMA wurden 12 Monate nach Eröffnung zur Hilfe gerufen, um mit einer überwältigenden Besucherflut fertig zu werden. "Problem war, dass das Visitors’ Centre für eine Kapazität von 750.000 Besuchern pro Jahr geplant wurde. Das Eden zog jedoch in seinem ersten Jahr rund zwei Millionen Leute an", so Haskoll-Chefdesigner David Mitchell.
Das Visitors’ Centre war in drei Hauptbereiche gegliedert: Ticket-Halle, Konferenz- und Vortragsgalerie sowie Shop. Die Räume konnten zwangsläufig nicht optimal genutzt werden. Vormittags war die Ticket-Halle überfüllt, während die anderen Räume leer waren - nachmittags war es umgekehrt. Haskolls Lösung sah die Öffnung der drei Räume zu einer zentralen "Halle" vor, in der kein unerträgliches Gedränge entstehen konnte. Die Konferenzgalerie wurde zum Gallery Café umgestaltet, das für geschlossene Veranstaltungen mit einer automatischen Schiebewand HSW-EM von DORMA abgetrennt werden kann. Mattglas, Holzrahmen und Stabwerk zitieren japanische Wandschirme. "Wir wählten eine HSW-EM Schiebewand, weil die automatisch zusammengeschobenen Flügel sehr wenig Platz brauchen und so den nutzbaren Raum nur minimal reduzieren - was für das Eden eine entscheidende Überlegung war", erklärt Mr. Mitchell. "Außerdem ist sie zuverlässig und robust und hat die richtige Ästhetik für das Gebäude, in das wir sie eingebaut haben."
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Projektdaten
| Projekt |
Eden Projekt |
| Architekt |
Nicholas Grimshaw & Partners |
| Auftraggeber |
The Eden Project Ltd., Cornwall |
| Erbauungszeit |
2001 |
| Standort |
Cornwall |
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